Ohne den richtigen Ball ist selbst der beste Schläger wertlos. Doch die Auswahl ist riesig: Von günstigen Kunststoffbällen für den Garten bis hin zu hochpräzisen Naturfederbällen für den Wettkampf. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über Materialien, Geschwindigkeiten und die Haltbarkeit von Federbällen.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigste Entscheidung vor dem Kauf ist das Material. Beide Typen haben klare Einsatzgebiete:
Ideal für: Anfänger, Hobby-Spieler und Schulsport.
Vorteile: Extrem robust, hält oft mehrere Trainingseinheiten durch, kostengünstig.
Nachteile: Weniger präzise Flugbahn, „flattert“ bei harten Schlägen schneller.
Ideal für: Vereinsspieler, Turniere und Fortgeschrittene.
Vorteile: Beste Flugeigenschaften, exakte Kontrolle, stabiler Flugweg (parabelförmig).
Nachteile: Sehr empfindlich (Federn brechen leicht), teurer, begrenzte Lebensdauer.
Haben Sie sich schon einmal über die farbigen Ringe an der Dose oder die Zahlen 76, 77 oder 78 gewundert? Diese geben die Geschwindigkeit des Balls an:
| Kennzeichnung | Geschwindigkeit | Einsatzgebiet / Temperatur |
| Grüner Ring / 76 | Langsam | Für warme Hallen oder sehr schnelle Spieler. |
| Blauer Ring / 77 | Mittel | Der Standard für fast alle Bedingungen (12–23 °C). |
| Roter Ring / 78 | Schnell | Für kalte Hallen oder Spieler mit weniger Kraft. |
Profi-Tipp: Testen Sie die Geschwindigkeit, indem Sie einen Clear von der hinteren Grundlinie schlagen. Der Ball sollte idealerweise zwischen den beiden gegenüberliegenden hinteren Linien landen.
Ein hochwertiger Federball ist ein technisches Meisterwerk:
Der Kopf (Kork): Besteht meist aus Naturkork oder Verbundkork. Er bestimmt das Gewicht und das Schlaggefühl.
Das Kleid: Bei Naturfederbällen werden exakt 16 Gänse- oder Entenfedern kreisförmig in den Kork gesteckt und mit einem Faden fixiert.
Da Naturfederbälle schnell austrocknen und dadurch spröde werden, gibt es bewährte Methoden, um sie länger spielbar zu machen:
Lagerung: Bewahren Sie die Bälle an einem kühlen, nicht zu trockenen Ort auf (nicht direkt auf der Heizung!).
Befeuchten/Bedampfen: Viele Profis halten die geöffnete Ballrolle kurz über Wasserdampf, damit die Federn elastisch bleiben und nicht so schnell brechen.
Streichen: Vor dem Spiel die Federn vorsichtig nach außen streichen, um die optimale Flugform sicherzustellen.
Federbälle kann man in Bälle aus Kunststoff und aus Naturfedern unterscheiden. Nicht umsonst heißt der Ball beim Badminton Federball. Woraus die Kunststoffbälle bestehen ist jedem klar. Naturfederbälle wiederum werden aus Gänse- und Entenfedern hergestellt.
Im Profi- und Spitzenbereich wird ausschließlich mit Naturfederbällen* gespielt, da diese die besseren Flugeigenschaften gegenüber den Kunststoffbällen* besitzen. Da die Herstellung nur unter einem erheblichen manuellen Aufwand möglich ist, haben diese Bälle natürlichen ihren Preis. Größe, Gewicht und Material sind in der „Badminton – Satzung, Ordnung, Spielregeln 2019/2020“ festgelegt. Reinschauen lohnt sich, da unter anderem auch etwas über Schläger, Spielbekleidung, Spielfeld u.v.m. zu lesen ist. Sie können das wichtigste über Badminton Regeln auch hier auf der Seite erfahren. (siehe Badminton Regeln)
Wie bereits erwähnt, können die Bälle nur durch Menschenhand hergestellt werden. Die Gänse- oder Entenfedern müssen sortiert und gebleicht werden. Danach müssen sie noch einmal nach Links- oder Rechtsbeugung sortiert werden. Anschließend setzt man die 16 Federn per Hand zusammen. Danach verbindet man die Federn durch einen Zwirn mit einem Korkfuß. Man testet die Bälle dann auf ihre Flugeigenschaften und kategorisiert diese. Daraus ergeben sich folgende Geschwindigkeiten: 75, 76, 77, 78. Die etwa 5 g leichten Bälle werden somit von langsam bis schnell eingeteilt.
Wobei durch die natürliche Beschaffenheit des Balles die Temperatur der Halle eine
Rolle spielt und die Geschwindigkeiten sich dementsprechend verändern können. Auf Grund der besonderen Anordnung der Naturfedern rotiert der Naturfederball nach dem Schlag um seine Längsachse und sorgt damit für stabile Flugeigenschaften.
Die Kunststoffbälle halten in der Regel länger, haben aber die schlechteren Flugeigenschaften. Ihre Geschwindigkeiten werden durch Farben angezeigt. Die Farben der Federbälle bedeuten im einzelnen:
Für das Badmintontraining ist der Kunststoffball dennoch geeignet. Auf jeden Fall wird die Haushaltskasse des Spielers geschont. (Siehe Vergleichsliste Federbälle)
Wenn man einen normalen Ball wirft oder z.B. mit einem Tennisschläger dagegenschlägt, entsteht die typische Wurfparabel. Federbälle weichen stark von dieser Symmetrie ab. Während die normalen, runden Bälle symmetrische Flugbahnen beschreiben, fällt ein Federball bereits nach 10 -15 m fast senkrecht nach unten.
Durch die Beschaffenheit und den Aufbau der Federbälle, rotieren diese beim Flug um ihre Achse, was eine Stabilisierung des Fluges bewirkt.
Vor allem die Naturfederbälle unterliegen in ihren Flugeigenschaften stark den Umwelteinflüssen. Je nach Luftdruck, Temperatur oder Luftfeuchtigkeit können diese Federbälle in ihren Flugeigenschaften variieren.
Nach der Herstellung werden
Aufgrund dieser Tatsache werden vor Spielbeginn die Bälle mit Hilfe der Technik des „Durschlagens“ überprüft.
Man spricht vom Durchschlagen der Bälle, wenn man die Ermittlung der Ballgeschwindigkeit meint. Vor jedem Spiel testet man also Geschwindigkeit und Flugeigenschaften eines Balles. Mit einem lockeren Unterschlag soll der Ball einen Bereich 50-100 cm vor der gegenüberliegenden Grundlinie erreichen. Ist dies der Fall, so ist die Geschwindigkeit in Ordnung. Wenn ein Ball mal zu schnell oder zu langsam ist, besteht durch nach außen oder nach innen Knicken der Federn, die Möglichkeit die Geschwindigkeit entsprechend zu verändern. Die federn werden am oberen Ende geknickt.
Für das Knicken bestehen folgende Möglichkeiten:
Bestandteile
Sie bestehen aus 16 Gänsen – oder Entenfedern. Jede dieser Federnarten hat ihre Vor-und Nachteile. Die Gänsefeder sind dabei die erste Wahl, weil diese höhere Qualitäten aufweisen, welche sich in den Flugeigenschaften niederschlägt. Ihr Nachteil besteht in den zerbrechlicheren Federkiel. Hier trumpfen die Entenfedern. Leider neigen diese dazu insgesamt schneller zum Ausfranzen.
Eine weitere wichtige Komponente ist der Korkfuß. Hochwertige Korkfüße werden aus portugiesischem Naturkork hergestellt. Es gibt aber auch viele Naturfederbälle mit gemischtem oder künstlichem Kork.
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Herstellung
Naturfederbälle werden noch per Hand hergestellt. Die Federn müssen mühsam sortiert und gebleicht werden. Anschließend werden die Federn und der Korkfuß mit Kleber und Zwirn mit einander verbunden.
Flugeigenschaften
Naturfederbälle besitzen stabile Flugeigenschaften. Sie können schnell und stark beschleunigt werde. Durch ihre Rotation kommt es zum fast senkrechten Abfall am Ende der Flugbahn.
Aufbewahrung
Da es sich um ein Naturprodukt handelt, sollten ein paar Regeln für die Aufbewahrung beachtet werden.
Kork und Federn können bei unsachgemäßer Aufbewahrung austrocknen. D.h. man solle diese Art von Federbällen in dunklen und kühlen (wenn es geht etwas feuchten) Räumen aufbewahren.
Einsatzbereiche
Naturfederbälle werden auf Grund des Kostenfaktors vorrangig im Wettkampfbetrieb eingesetzt. Natürlich ist der Einsatz im Training wünschenswert, aber da bei intensivem Spiel schon mal mehrere Bälle während eines Matches zum Einsatz kommen können, spielen die Kosten natürlich eine Rolle.
Es gibt allerdings auch schon sehr gute Angebote im Bereich der Naturfederbälle z.B.
Natürliche Federn: Naturfederbälle verwenden echte Vogelfedern, typischerweise von Gänsen oder Enten. Diese Federn bieten eine hohe Elastizität und sorgen für ein authentisches Flugverhalten des Federballes.
Geringeres Gewicht: Im Vergleich zu Kunststofffederbällen sind Naturfederbälle oft leichter, was zu einem langsameren Flug und einer präziseren Kontrolle führt.
Empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit: Naturfederbälle können empfindlicher auf Feuchtigkeit reagieren als Kunststofffederbälle. Feuchtigkeit kann die Federn beeinträchtigen und den Flug des Federballes verändern.
Natürliches Aussehen und Gefühl: Naturfederbälle haben ein natürliches Aussehen und Gefühl, was sie für viele Spieler ansprechender macht. Die weichen Federn vermitteln ein angenehmes Spielgefühl.
Hochwertige Qualität: Naturfederbälle werden oft als hochwertiger angesehen, da sie aufgrund der verwendeten Materialien und des Herstellungsprozesses teurer sind als Kunststofffederbälle.
Weniger langlebig: Im Vergleich zu Kunststofffederbällen können Naturfederbälle weniger langlebig sein, da die Federn mit der Zeit abnutzen können und der Federball seine Flugeigenschaften verliert. Es wird empfohlen, Naturfederbälle sorgfältig zu behandeln und sie trocken zu lagern, um ihre Lebensdauer zu verlängern.
Umweltfreundlichkeit: Naturfederbälle sind biologisch abbaubar und umweltfreundlicher als Kunststofffederbälle, da sie aus natürlichen Materialien hergestellt werden.
Bestandteile
Federbälle aus Kunststoff sind Nachbildungen der Naturfederbälle. Sie bestehen somit auch aus „Federn“ bzw. aus einem Feder(Nylon)korb und einem Korkfuß.
Herstellung
Im Gegensatz zur Handarbeit bei den Natuferderbällen kommen bei der Herstellung der Kunststoffbälle industrielle Verfahren zum Einsatz. Dies ermöglicht eine erheblich günstigere Produktion und somit einen niedrigeren Verkaufspreis.
Flugeigenschaften
Die Hersteller versprechen nahezu identische Flugeigenschaften. Was aber in der Praxis noch nicht ganz gelingt. So fällt der Kunststoffball nicht einfach, nach einem sauber gespielten Schlag, senkrecht ab, sondern folgt noch der „normalen“ parabelförmigen Flugbahn. Dies bietet dem Gegner natürlich größere Chancen, den Ball noch zu erlaufen, da er sich länger in der Luft befindet.
Aufbewahrung
Bei der Aufbewahrung gibt es nichts weiter zu beachten. Da keine Austrocknungsgefahr besteht, können sie in den meisten Räumen bedenkenlos aufbewahrt werden. Um eine Verformung zu verhindern, sollten auch die Kunststofffederbälle senkrecht aufbewahrt werden.
Einsatzbereiche
Da diese Art von Federbällen haltbarer, pflegeleichter und vor allem kostengünstiger sind, kommen sie vermehrt im Anfänger und Kinder-und Jugendbereich zum Einsatz. Des Weiteren werden sie für ausgewählte Trainingseinheiten genutzt, um den Verschleiß niedriger zu halten.
Naturfederbälle und Kunststofffederbälle haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile. Hier sind einige Unterschiede zwischen den beiden:
Die Wahl zwischen Naturfederbällen und Kunststofffederbällen hängt letztendlich von den persönlichen Vorlieben, dem Budget und dem Spielumfeld ab.
AirBadminton steht für das Badmintonspiel im Freien. Überall wo sich die Gelegenheit bietet, z.B. in Parks, auf Höfen usw. soll das neue Spiel „AirBadminton“ für jeden attraktiv gemacht werden. Der Badminton Weltverband hat dafür neue Regeln entwickelt und möchte das Spiel weltweit, inkl. als Wettkampfsport etablieren.
Der eigens entwickelte AirShuttle (AirBadminton-Ball ), soll eine bessere Haltbarkeit und sehr gute, an die Bedingungen im Freien angepasste Eigenschaften aufweisen. D.h. er sollte z.B. eine möglichst stabile Flugbahn, auch bei schwierigen Windverhältnissen aufweisen.
Kopf: Der Kopf des Federballes besteht aus einem Korkkern, der von einer dünnen Gummischicht umgeben ist. Dieser Kern wird von Federn umhüllt, die entweder natürlichen oder synthetischen Ursprungs sein können.
Federn: Bei Naturfederbällen werden echte Federn von Gänsen oder Enten verwendet, während bei Kunststofffederbällen synthetische Materialien wie Nylon oder Kunststofffedern zum Einsatz kommen. Die Federn sind so angeordnet, dass sie eine aerodynamische Flugbahn und Stabilität des Federballes gewährleisten.
Geschwindigkeit: Federbälle werden in verschiedenen Geschwindigkeiten hergestellt, die durch die Anzahl und Art der verwendeten Federn bestimmt werden. Federbälle mit niedriger Geschwindigkeit sind langsamer und eignen sich besser für Anfänger oder zum Spielen in Innenräumen, während Federbälle mit höherer Geschwindigkeit schneller fliegen und für fortgeschrittene Spieler oder zum Spielen im Freien geeignet sind.
Flugverhalten: Das Flugverhalten von Federbällen hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Qualität der Federn, die Geschwindigkeit des Schlages und die Umgebungsbedingungen wie Luftfeuchtigkeit und Temperatur.
Haltbarkeit: Die Haltbarkeit von Federbällen kann je nach Qualität der Materialien und Intensität des Spiels variieren. Naturfederbälle neigen dazu, empfindlicher zu sein und schneller zu verschleißen als Kunststofffederbälle.
Federbälle, auch bekannt als Federball oder Badmintonbälle, sind spezielle Bälle, die für das Spiel Badminton verwendet werden. Badminton ist ein Rückschlagspiel, bei dem zwei oder vier Spieler auf einem rechteckigen Spielfeld gegeneinander antreten. Das Ziel des Spiels ist es, den Federball über ein Netz zu schlagen und so zu verhindern, dass der Gegner ihn zurückspielt oder den Boden berühren lässt.
Die Federbälle bestehen aus einem Korkkopf, der mit Federn ummantelt ist. Die Federn sind normalerweise aus Enten- oder Gänsedaunen gefertigt, obwohl es auch synthetische Alternativen gibt. Der Korkkopf verleiht dem Federball das notwendige Gewicht, während die Federn für Auftrieb sorgen und dem Ball während des Flugs Stabilität verleihen.
Es gibt verschiedene Arten von Federbällen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Flugeigenschaften. Für Anfänger oder Freizeitspieler werden normalerweise Federbälle mit geringerer Geschwindigkeit verwendet, während professionelle Spieler auf Bälle mit höherer Geschwindigkeit zurückgreifen, um das anspruchsvolle Spieler zu gestalten.
Sie fragen sich, ob man wirklich immer einen Naturfederball benutzen muss? Die Antwort lautet: Ganz sicher nicht.
Die Industrie verspricht, dass die Kunststoffbälle die gleichen Eigenschaften besitzen wie die Naturfederbälle. Wie erwähnt ist im Wettkampfbetrieb, was die oberen Klassen betrifft kein Kunststoffball zu finden. Doch bei einem guten und hart geführten Spiel kann es schon mal vorkommen, dass 4-5 Bälle verschlissen werden. Sicherlich wollen Sie nicht zu jedem Training 10 Euro für neue Bälle ausgeben. Der Kunststoffball ist heute mehr als eine Alternative. Probieren Sie beide Varianten, um zu entscheiden welche Art von Federball Sie für Ihr Spiel bevorzugen.
Schauen Sie sich in der Vergleichsliste Kunststoffball in Ruhe die einzelnen Bälle an und entscheiden Sie selbst. Probieren Sie aus und sicherlich merken Sie sehr schnell, mit welchem Ball man auch im Training wie ein Profi spielen kann : ) Viel Spaß!